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Digitalkamera Führerschein
Fotokurs für Anfänger in der digitalen Fotografie

Seite 8

Funktionen der Aufnahmesteuerung einer Digitalkamera


Nachdem wir uns auf den vorherigen Seiten mit den Grundlagen der Belichtungssteuerung vertraut gemacht haben, wenden wir uns nun den Einstellmöglichkeiten einiger wichtiger Funktionen zur Aufnahmesteuerung zu.

Funktionen der Aufnahmesteuerung
Belichtungsmessung - Varianten
Histogramm
Belichtungskorrektur und Bracketing
Autofokus - Varianten
Serienbild
Blitz - Varianten


Belichtungsmessung

Belichtungsmessung und Meßmethoden

Auswahl verschiedener Varianten zur Belichtungsmessung bei einer Canon EOS M.
Von links: Mehrfeldmessung, Selektivmessung, Spotmessung, Mittenbetonte Integralmessung

Um die Helligkeit des Motivs zu ermitteln, verfügen Digitalkameras über eine eingebaute Belichtungsmessung. In der Regel stehen 3-4 Meßvarianten zur Verfügung. Zunächst die klassische mittenbetonte Integralmessung, die das Licht des gesamten Bildes mit Schwerpunkt eines großen mittleren Bereichs ermittelt. Sie wurde weitgehend durch eine intelligente Mehrfeldmessung abgelöst, die das Motivfeld segmentiert bewertet, indem der Zentrale Bereich stärker gewertet wird und der obere Bereich, der oftmals übermäßig hell ist wie bei einem Himmel mit strahlend weißer Bewölkung, geringer berücksichtigt wird. Diese Messung ist bei den Digitalkameras heute meist voreingestellt. Dann gibt es noch eine Spotmessung, die die Motivhelligkeit nur in einem kleinen Kreis ermittelt. Damit ist es möglich, bildwichtige Details, wie etwa Gesichter oder Blüten gezielt auszumessen, so dass diese auf jeden Fall korrekt belichtet sind, auch um den Preis, dass die Umgebung dabei fehlbelichtet sein kann. Eine Variante der Spotmessung ist die Selektivmessung, die im Gegensatz zur Spotmessung einen größeren zentralen Meßbereich verwendet. Eine weitere Variante der Spotmessung ist die Messung der Helligkeit am ausgewählten Autofokus-Zielfeld, so dass der zur Fokussierung verwendete Teil des Motivs korrekt belichtet wird.


Histogramm

Histogramm Pixelverteilung nach Helligkeit bei Ueberbelichtung Unterbelichtung und korrekter Belichtung

Unterbelichtung um 2 Stufen. Die meisten Pixel sind auf der linken Seite zu finden, wo Pixel mit geringer Helligkeit angezeigt werden.

Korrekte Belichtung. Die Pixel sind relativ gleichmäßig von links nach rechts angeordnet, wo sie entsprechend der Helligkeitsverteilung im Motiv auch zu erwarten sind.

Überbelichtung um 2 Stufen. Die meisten Pixel sind auf der rechten Seite zu finden, wo Pixel mit großer Helligkeit angezeigt werden.



Das Histogramm ist eine grafische Darstellung der Helligkeitsverteilung in einem Motiv bei einer bestimmten Belichtungseinstellung. Ist die Kurve ausgewogen und liegt die Mehrheit der Pixel im mittleren Bereich, wo Pixel mit mittlerer Helligkeit dargestellt werden, so liegt eine optimale Belichtung vor. Verschiebt sich die Mehrheit der Pixel aber nach links oder rechts, so liegt eine Unter- bzw. Überbelichtung vor. Das Histogramm wertet grafisch ganz objektiv aus, was sie subjektiv bei der Bildkontrolle auf dem Kameradisplay evt. nicht richtig einschätzen können. Denn wer kennt das nicht, auf dem Computer-Bildschirm zuhause sieht das Bild ganz anders aus als auf dem Kameradisplay bei gleißendem Sonnenschein.


Belichtungskorrektur

Belichtungskorrektur einstellen

Hier wurde die Belichtung um +1 Belichtungswert korrigiert. Dies wird erzielt durch eine Verlängerung der Belichtungszeit, eine Vergrößerung der Blende, eine Anhebung des ISO-Wertes oder eine Kombination mehrerer dieser Werte.

Sie können in den Automatik-Modi A, S und P direkt in die Belichtung eingreifen, wenn Ihnen bildwichtige Details auf dem Monitor über- oder unterbelichtet erscheinen. Dazu gibt es die Belichtungskorrektur-Funktion, die mit “+/-” bezeichnet ist. Sie liegt entweder auf einer Funktionstaste oder im Menü der Kamera. Mit einer Verschiebung in Richtung “+” erhöhen sie die Lichtmenge, hellen also das Bild auf, mit einer Verschiebung in Richtung “-” verknappen sie das Licht, um Überbelichtungen zu vermeiden. Meist kann man 2-3 Belichtungswerte in beide Richtungen gehen. Jeder Belichtungswert ist dabei in 1/3-Schritte geteilt. Ein ganzer Belichtungswert entspricht dabei einer Halbierung (-) oder Verdoppelung (+) der Lichtmenge. Vergessen sie nicht, die Veränderung nach der Aufnahme wieder rückgängig zu machen und auf null zu stellen, sonst drohen fortlaufende Fehlbelichtungen in den nächsten Aufnahmen. Eine Bracketing-Funktion erlaubt es, 3 Bilder in Folge zu machen, von denen eines mit der automatisch ermittelten Belichtung aufgenommen wird und je ein Bild mit einem voreingestellten Korrekturwert über- bzw. unterbelichtet wird. So hat man bei einer komplizierten Beleuchtungssituation verschiedene Belichtungsvarianten, von denen hoffentlich eine zum gewünschten Bildresultat führt.


Autofokus
Der Autofokus dient der automatischen Scharfstellung des Motivs. Er steuert den Fokussierantrieb zur Verstellung des Objektivs. Zur Beschreibung des Autofokus können zwei Ansätze dienen: Wo im Motiv soll fokussiert werden? Wie soll fokussiert werden?
Wo? Mit dem zentralen Autofokus-Zielfeld, mit einem frei wählbaren Autofokus-Zielfeld irgendwo im Bildfeld oder mit einer automatischen Schärfeerfassung unter Verwendung aller Autofokus-Zielfelder.
Wie? Mit einem Anfokussieren unter Verwendung des gewählten Autofokuszielfelds und einer Speicherung der Schärfe bei halbgedrücktem Auslöser. Oder mit einer kontinuierlichen Fokussierung, die die Schärfe einem sich bewegenden Motiv nachführt.
Die klassische Variante ist es, mit dem zentralen Autofokus-Zielfeld die Schärfe auf das Hauptmotiv zu legen, den Auslöser halb gedrückt zu halten und damit die Schärfe zu speichern. Dann wird der Bildausschnitt so verändert, dass er gefällt und ausgelöst.
Eine Besonderheit ist die
Gesichtserkennung. Sie analysiert das Motiv auf Gesichter, stellt ein Gesicht scharf und ermittelt den korrekten Belichtungswert für das Gesicht. Damit sind scharfe und gut belichtete Fotos von Personen kompfortabel zu erhalten.
Wird der Autofokus abgeschaltet, muß man
manuell fokussieren. Dazu dienen unterstützend oft die Autofokussensoren, die eine korrekte Schärfe durch Aufleuchten der Zielfelder anzeigen. Hilfreich ist auch eine Lupenfunktion, die das anvisierte Motiv-Detail z.B. 10x vergrößert und so die Beurteilung der Schärfe erleichtert. Auch ein sogenanntes Fokus-Peaking wird immer häufiger angeboten. Hierbei leuchten kontrastreiche Objekt-Kanten weiß oder farbig auf und signalisieren so die gefundene Schärfeebene.


Serienbild
Fotografieren sie actionreiche Szenen, wild tobende Kinder oder Sportereignisse, dann ist es meist schwer, genau im richtigen Augenblick auszulösen. Wählen sie dann die Serienbildfunktion und halten sie den Auslöser permanent gedrückt. Je nach Kamera werden dann hintereinander bis zu über 10 Bildern pro Sekunde gemacht, teilweise mit Schärfenachführung, so dass das Hauptmotiv immer im Fokus bleibt. Die Serie endet, wenn sie den Auslöser loslassen oder der Pufferspeicher voll ist. Mit der Serienbildfunktion können Sie unter vielen Bildern das beste aussuchen. So gelingen oft Schnappschüsse, die im Einzelbidmodus nur mit viel Glück möglich wären.


Blitz
Die in Digitalkameras eingebauten Blitzgeräte sind für sich gesehen zwar nicht sehr leistungsstark, doch in Kombination mit hoch lichtempfindlichen und rauscharmen Sensoren können selbst kleinste Blitzgeräte eine erstaunlich gute Ausleuchtung auch in großen Wohnräumen erzielen. Zu Filmzeiten war meist ein ISO 100 oder ISO 200 Film eingelegt, der die Reichweite des Blitzes stark einschränkte. Heute regelt die Elektronik auf ISO 6400 hoch und verwandelt so einen fingernagelgroßen Miniblitz in eine wahre Lichtkanone. Es gibt für Blitzgeräte verschiedene Betriebsarten:

Blitzgerät Blitzsymbole

1. Blitz bei jeder Aufnahme - Der Blitz löst bei jeder Aufnahme aus, wenn er hochgeklappt oder aktiviert ist.
2. Blitz mit automatischer Auslösung - Der Blitz wird nur ausgelöst, wenn die Kamera einen Bedarf erkennt.
3. Blitz mit Vorblitz - In Kombination mit 1. und 2. kann oftmals eine Vorblitzfunktion gewählt werden, die zur Reduzierung des Rote-Augen-Effekts dient. Dieser Vorblitz, der ca. 1 Sekunde vor dem eigentlichen Blitz abgegeben wird, erzeugt eine Blendhelligkeit, die reflektorisch die Pupille des Fotografierten zusammenziehen läßt. Bei kleiner Pupille wird der gut durchblutete Augenhintergrund viel weniger beleuchtet und entwirft zudem auch ein kleineres Bild. Die roten Augen erscheinen wieder schwarz.
4. Blitz mit langer Verschlußzeit - Wird der Blitz mit einer langen Belichtungszeit kombiniert, oft “Slow Sync” genannt, wird nicht nur das Blitzlicht als Lichtquelle wirksam sondern auch das gedämpfte Umgebungslicht hat Zeit, auf das Bild einzuwirken. Daduch erhält man Blitzaufnahmen, die harmonischer wirken und eine natürliche Lichtstimmung einfangen. Ein Blitz in dunkler Umgebung bei kurzer Belichtungszeit wirkt hingegen fast ganz allein als Beleuchtungsquelle und führt so zu einer harten kontraststarken Beleuchtung mit oft scharzem Hintergrund.
5. Blitz am Ende der Belichtungszeit - Wird der Blitz bei einer Aufnahme mit längerer Belichtungszeit am Ende der Aufnahme gezündet, “Rear Sync” genannt, so wird ein sich bewegendes Motiv erst am Ende der Belichtungszeit durch das Blitzlicht ausgeleuchtet und “eingefroren”. Der ohne Blitz aufgenommene erste Anteil der Belichtung, der durch die längere Belichtungszeit zu einer Bewegungsunschärfe des Motivs geführt hat, liegt hinter dem geblitzten Endpunkt der Bewegung des Motivs. Das wirkt stimmiger, als es im umgekehrten Fall wäre. Am Beispiel eines fahrenden Autos in der Nacht ist das gut zu erklären. Für die Dauer der Belichtung ohne Blitz entstehen in die Länge gezogene Scheinwerfer- oder Rücklichter-Spuren vor dunklem Hintergrund. Wird der Blitz, wie üblich, am Anfang der Belichtung durchgeführt, ist das Auto gut belichtet auf dem Bild, während seine Scheinwerfer bis zum Ende der Belichtung eine Leuchtspur vor dem Auto ziehen, also sich von ihm zu entfernen scheinen. Wird der Blitz jedoch erst am Ende der Belichtung ausgelöst, liegt diese Leuchtspur hinter dem Wagen, was viel überzeugender und rasanter wirkt.


Nach Betrachtung der Belichtungs- und Aufnahmesteuerung schauen wir uns nun an,
welche Bildeigenschaften wir dem fertigen Foto zuweisen wollen >>

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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