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Digitalkamera Führerschein
Fotokurs für Anfänger in der digitalen Fotografie

Seite 9

Bildeigenschaften der Aufnahme


Über das Menü der Digitalkamera können sie wichitge Bildeigenschaften vor der Aufnahme festlegen.

Bildeigenschaften
JPEG oder RAW
Bildgröße
Bildqualität
Weißabgleich
Farbstile
Rauschreduzierung
Schärfe, Farbsättigung, Kontrast und Helligkeit
Objektivkorrekturen


JPEG oder RAW?
Die Fotos, die nach der Aufnahme auf der Speicherkarte abgelegt werden, sind bei Handys und einfachen Kompaktkameras immer JPEG-Bilder (oft “.jpg” abgekürzt). Auch alle anspruchsvollen Kameras haben nach der Auslieferung vom Hersteller dieses Fertigfoto-Format zur Abspeicherung voreingestellt. Die JPEG-Bilder werden von der Kamerasoftware aus den Bild-Rohdaten errechnet. Dabei werden die Festlegungen für Schärfe, Weißabgleich, Farbstil und andere Parameter in die Berechnung des fertigen Fotos mit einbezogen und dieses dann in komprimierter Form abgespeichert. Wer diese Bildeigenschaften dem Bild erst nachträglich zuordnen will, der hat bei anspruchsvolleren Kameras die Möglickeit, das Rohbild im sogenannten RAW-Format abzuspeichern. Dieses RAW-Bild kann nachträglich am Computer mittels einer speziellen Bearbeitungssoftware ganz nach den eigenen Wünschen beeinflußt und fertiggestellt werden. Danach wird auch dieses Bild als JPEG abgespeichert. Auf das RAW-Format komme ich weiter unten noch einmal zurück. Für das JPEG-Bild, das direkt aus der Kamera kommt, können sie einige Bildeigenschaften im Kameramenü vorwählen:


Bildgröße
Wenn sie einmal nicht die volle Bildgröße benötigen und lieber Speicherplatz auf der Speicherkarte oder dem Computer einsparen möchten, bieten ihnen Kameras die Möglichkeit, Bilder gleich in einem kleineren Format abzuspeichern. Im Falle einer Canon APS-C-Kamera mit 18 Megapixeln werden z.B. folgende Möglichkeiten angeboten: L mit 18 Megapixeln (5184x3456), M mit 8 Megapixeln (3456x2304), S1 mit 4,5 Megapixeln (2592x1728), S2 mit 2,5 Megapixeln (1920x1280), S3 mit 0,3 Megapixeln (720x480). Die Auswahlmöglichkeiten können von Kamera zu Kamera und von Hersteller zu Hersteller verschieden sein. Auch Seitenverhältnisse können gewählt werden, z.B. 3:2, 4:3, 16:9 oder auch quadratisch 1:1.


Bildqualität
Bei der Abspeicherung der Bilder kann auch die Stärke der Daten-Komprimierung gewählt werden. Die Bildgrößen L, M und S1 aus dem oberen Beispiel können als JPEG mit Fine (beste Qualität) oder Standard/Normal (geringere Dateigröße aber mehr Komprimierungsartefakte) abgespeichert werden.


Weißabgleich

Weissabgleich auf Tageslicht der Kunstlicht mit Rotstich oder Blaustich

Die Landschaftsaufnahme wurde oben mit automatischem Weißabgleich (AWB) belichtet und unten mit Weißabgleich auf Glühlampen-Licht. Zu sehen ist ein Blaustich.

Die Schale mit Zwiebeln wurde oben mit automatischem Weißabgleich belichtet und unten mit Weißabgleich auf Tageslicht. Zu sehen ist ein Rotstich.



Der Weißabgleich sorgt dafür, daß weiße Motivdetails auch weiß auf dem Foto erscheinen. Damit erscheinen auch alle anderen Farben ohne Farbstich. Der Weißabgleich gleicht die Farbwiedergabe im Bild mit der herrschenden Farbtemperatur des Lichtes ab. Denn die Farbtemperatur kann ganz unterschiedlich sein. Sonnenlicht, Kerzenlicht, Licht bei Bewölkung, Licht von Glühlampen oder LEDs beinhalten ganz verschiedene Farbanteile des sichtbaren Spektrums. Warmes rötliches Licht wie bei einem Sonneuntergang hat starke langwellige Anteile, Tageslicht bei blauem Himmel dagegen mehr kurzwellige blaue Anteile. Damit Fotos natürlich und neutral aussehen, muß die Farbzusammensetzung des Lichtes berücksichtigt werden. Das erledigt im Alllgemeinen der automatische Weißabgleich (AWB = Auto White Balance) recht zuverlässig. Liegt er einmal daneben, können abgespeicherte Weißabgleiche für verschiedene Lichtquellen aufgerufen werden, z.B. für Sonne, Glühlampen oder Leuchtstoffröhren. Auch ist es möglich, den Weißabgleich manuell durchzuführen, meist durch Fotografieren eines weißen Blatts Papier. So ist festgelegt: Das soll weiß sein!


Farbstile
Kamerahersteller bieten meist mehrere Farbprofile zur Auswahl an. Eine Standardabstimmung mit ausgewogenen lebensechten Farben, aber auch lebhaft-poppige oder gedämpfte Farbtöne stehen oft zur Auswahl. Daneben gehören auch Klassiker wie Schwarzweiß und Sepia zum Repertoire.


Rauschreduzierung
Die Rauschreduzierung soll Bildstörungen bei höheren ISO-Werten oder in Schattenpartien des Bilder vermindern. Ist sie zu niedrig eingestellt, treten helle und bunte Pünktchen auf dem Bild hervor. Ist sie zu stark eingestellt, beginnen die Bilder soft und pastellig auszusehen.


Schärfe, Farbsättigung, Kontrast und Helligkeit
Zum Experimentieren laden je nach Kamera auch Einstellungen für Schärfe, Farbsättigung, Kontrast und Helligkeit ein. Die Voreinstellungen sind meist mittig im Regelungsbereich platziert und bereits sehr gut abgestimmt. Für bestimmte Aufgaben können aber Abweichungen sinnvoll sein. Z.B. kann es bei Porträts wünschenswert sein, die Schärfe zu reduzieren, um eine softere Hautwiedergabe zu erzielen. Für Landschaftsfotos könnte eine Anhebung der Schärfe für bessere Details und eine Anhebung der Farbsättigung bei diesigen Sichtbedingungen sinnvoll sein.

Objektivkorrekturen
Objektive sind selten perfekt in der Abbildung des Motivs. Manche Eigenheiten möchte man lieber nicht im Bild sehen. Dazu gehören Farbsäume, dunkle Ecken sowie stark tonnenförmige oder kissenförmige Verzeichnungen. Kamerahersteller sind dazu übergegangen, mehrere oder alle Abbildungsfehler ihrer Objektive per Kamerasoftware herauszurechnen. Im Kameramenü können sie die Korrekturen wahlweise einschalten oder ausschalten. Denn nicht immer ist eine Korrektur sinnvoll. Nehmen wir z.B. ein Standardzoom, das in der Weitwinkelstellung erheblich tonnenförmig verzeichnet. Um diese Verzeichnung auszugleichen, müssen Bildinhalte gedehnt und gestaucht werden, damit am Ende eine krumme Linie wieder gerade ist. In der Architektur-Fotografie ist das sicherlich wünschenswert. Aber bei einer Landschaftsaufnahme stören oft keine krummen Linien. Durch die Dehnung bei einer unnötigen Korrektur geht allerdings Bildschärfe verloren. Und das kann am Ende schon auffallen. In der Regel führen die Objektivkorrekturen aber zu besseren Ergebnissen und sind deshalb sehr sinnvoll.

Farbsäume eines Weitwinkelobjektivs Chromatische Aberration CA

Bildausschnitt einer Landschaftsaufnahme. Hier wurden Farbsäume an den Zweigen eines Baumes korrigiert. Den Farbfehler des Objektivs bezeichnet man als chromatische Aberration, kurz auch CA genannt.


RAW
Wenn sie im RAW-Format fotografieren, müssen sie sich vor der Aufnahme keinerlei Gedanken über die oben voreingestellten Bildeigenschaften machen. Das RAW-Format ermöglicht das Festlegen all dieser Parameter bei der Bildauswertung am Computer zuhause. Dort können auch Farbsäume an Hell-Dunkel-Kanten beseitigt werden, Verzeichnungen geradegestellt und stürzende Linien aufgerichtet werden. Abdunklungen in den Ecken können entfernt werden und der Weißabgleich kann perfekt eingestellt werden. Die Schärfe kann sehr subtil verändert werden und die Farbwiedergabe kann für das jeweilige Motiv optimiert werden. Das RAW-Format beansprucht zwar pro Bild oft 5x mehr Megabytes an Speicherplatz, läßt ihnen aber alle Möglichkeiten bei der Bildentwicklung offen. Zudem ist es möglich, beim Fotografieren simultan neben dem RAW-Bild eine JPEG-Version des Bildes abspeichern zu lassen. So ersparen sie sich Bearbeitungszeit, wenn schon die Kamerasoftware ein perfektes JPEG-Bild geliefert hat.


Zusammenfassung der wichtigsten Informationen des Artikels >>

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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