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Brennweiten-Umrechnung

In Digitalkameras kommen unterschiedlich große Sensoren zum Einsatz. Je kleiner der Sensor, desto kleiner kann die Kamera gebaut werden. Im folgenden Bild sehen Sie einen Größenvergleich häufig verwendeter Bildsensoren, ausgehend vom relativ großen Kleinbild-Sensor bishin zum zierlichen 1/2,3’’-Sensor einer ultrakompakten Digitalkamera.

Digitalkamera Sensor Größen-Vergleich



Wegen des Größenunterschieds der Sensoren wirkt ein und dieselbe Brennweite vor den unterschiedlichen Sensoren auch mit einem
unterschiedlichen Bildwinkel. Man kann die Brennweite, die an einer Kamera mit einem kleinen Sensor eingesetzt wird, in eine Brennweite umrechnen, die an einer Kleinbild-Spiegelrefexkamera zu demselben Bildwinkel führt (s.u.). Dies geschieht über den Formatfaktor, der auch als sog. Crop-Faktor bezeichnet wird (to crop - abschneiden, schneiden, stutzen). Um ihn zu ermitteln, wird die Breite des Kleinbildsensors zur Breite des kleineren Sensors nach der folgenden einfachen Formel ins Verhältnis gesetzt:

CF = SKB/SV

Legende:
CF = Crop-Faktor - Faktor, um den der Kleinbildsensor breiter ist als der kleinere Sensor
SKB = Sensorbreite des Kleinbildsensors = 36 mm
SV = Sensorbreite des Vergleichssensors in mm

Der Crop-Faktor für einen APS-C-Sensor von Canon beträgt z.B. 36mm/22,3mm = 1,61x. Der Crop-Faktor für Nikon, Pentax und Sony liegt bei ca. 1,53x. Weiter unten finden Sie eine Umrechnungstabelle für gängige Sensorgrößen.

Hat man den Crop-Faktor berechnet, kann man damit auch die Brennweiten umrechnen.

Anwendung des Crop-Faktors:
1.)
Teilt man die Brennweite eines Objektivs am Kleinbildsensor durch den Crop-Faktor, so erhält man die Brennweite, die am kleineren Sensor denselben Bildwinkel erzielt.
2.) Multipliziert man die Objektiv-Brennweite einer Kamera mit kleinerem Sensor mit dem Crop-Faktor, so erhält man die Brennweite, die am Kleinbildsensor denselben Bildwinkel erzielt. Da sich bei dieser Berechnung eine längere Brennweite ergibt, wird der Crop-Faktor hier auch manchmal als Brennweitenverlängerungsfaktor bezeichnet.

Zur Veranschaulichung haben wir einige Beispiele für Sie vorbereitet:

Beispiel 1
Eine zierliche digitale Kompaktkamera mit einem 1/2,3’’-Sensor verfügt über ein Zoomobjektiv mit der Brennweite 4,4-22 mm. Der Crop-Faktor für diesen Sensor beträgt 5,84x (s. Tabelle unten). Multipliziert man die Anfangs- und die Endbrennweite mit 5,84, so erhält man 25,7-128,5 mm. Dieser Brennweitenbereich ist nun das Kleinbild-Äquivalent des Zoomobjektivs. Der Hersteller gibt gerundete Werte an und kennzeichnet das Objektiv mit einem Brennweitenbereich von 25-125 mm, was innerhalb der Toleranzen liegt und zugleich eine aussagekräftige Beschreibung der Brennweiten für Werbezwecke ermöglicht.

Beispiel 2
Eine digitale APS-C-Spiegelreflexkamera wird mit einem Telezoom 55-250 Brennweite beworben. Der Crop-Faktor beträgt 1,61x. Das Kleinbild-Äquivalent beträgt damit 88,55-402,5. Gerundet kann man von einem 90-400 mm Zoom sprechen, das man an einer digitalen Spiegelreflexkamera im Kleinbildformat ansetzen müßte, um denselben Bildwinkel zu erzielen.

Beispiel 3
Sie verfügen aus der Film-Ära noch über ein Weitwinkelzoom mit dem Brennweitenbereich 24-50 mm. Nun haben Sie sich eine digitale Spiegelreflexkamera im APS-C-Format gekauft. Mit welcher Bildwirkung dürfen Sie dort bei Weiterverwendung dieses Objektivs rechnen? Der Crop-Faktor von 1,61 liefert hier bei Mulitplikation mit der Brennweite das Ergebnis 38,64-80,5 mm. Es bleibt also nur ein leichter Weitwinkel-Effekt erhalten, während die Standardbrennweite 50 mm nun zu einer Porträt-Brennweite geworden ist.

Beispiel 4
Sie haben mit Ihrer Kleinbildfilm-Spiegelreflexkamera bevorzugt mit einem 20 mm Superweitwinkel Objektiv fotografiert. Welche Brennweite benötigen Sie nun, um mit Ihrer neuen digitalen APS-C-Spiegelreflexkamera denselben Bildwinkel abzudecken? Teilen Sie die 20 mm durch den Crop-Faktor 1,61 und Sie erhalten als Antwort 12,42 mm. Hier würde sich der Kauf eines Superweitwinkelzooms mit z.B. einem Brennweitenbereich von 12-24 mm anbieten. Dies entspricht in etwa 19-38 mm Kleinbild-Äquivalent und wäre damit sehr universell im Weitwinkelbereich einsetzbar.

Lassen Sie sich nicht verwirren!
Wenn Sie also irgendwo lesen, daß ein 200 mm Kleinbildobjektiv an einer APS-C-Kamera ein 322 mm Objektiv ist, dann stimmt das so nicht. 200 mm bleiben immer 200 mm, egal vor welche Kamera sie gehalten werden. Gemeint ist vielmehr, daß sich der Bildwinkel mit diesem Objektiv an einer APS-C-Kamera ändert, und zwar so, als hätte man ein 322 mm Objektiv an eine digitale Kleinbild-Spiegelreflex angesetzt.


Umrechnungs-Tabelle als PDF-Datei ohne 1”-Sensor (ca. 60 KB):

Brennweiten-Umrechnung.pdf


Tabelle zur Brennweiten-Umrechnung mit dem Crop-Faktor

Brennweiten-Übersicht für verschiedene Sensorgrößen zur Erzielung desselben Bildwinkels im Vergleich zum Kleinbildsensor (KB) (gerundete Werte)
 

1. Systemkameras
 

KB

36x24 mm
 

APS-C*, z.B.
Nikon, Sony
23,6x15,8 mm
CF = 1,53x

APS-C*, z.B.
Canon
22,3x14,9 mm
CF = 1,61x

FourThirds**

18x13,5 mm
CF = 2x

16 mm

10,5 mm

9,9 mm

8 mm

20 mm

13,1 mm

12,4 mm

10 mm

24 mm

15,7 mm

14,9 mm

12 mm

28 mm

18,3 mm

17,4 mm

14 mm

35 mm

22,9 mm

21,7 mm

17,5 mm

50 mm

32,7 mm

31 mm

25 mm

85 mm

55,6 mm

52,8 mm

42,5 mm

100 mm

65,4 mm

62,1 mm

50 mm

135 mm

88,2 mm

83,9 mm

67,5 mm

200 mm

130,7 mm

124,2 mm

100 mm

300 mm

196,1 mm

186,3 mm

150 mm

400 mm

261,4 mm

248,4 mm

200 mm

500 mm

326,8 mm

310,6 mm

250 mm

800 mm

522,9 mm

496,9 mm

400 mm

 

 

 

 

 

 

 

 

* Verschiedene Hersteller benutzen leicht unterschiedliche APS-C-Sensorgrößen. Pentax ist dabei mit Nikon und Sony vergleichbar.

** FourThirds wird z.B. von Panasonic und Olympus eingesetzt.




2. Kompaktkameras*
 

KB

36x24 mm
 

1’’ **

13,2x8,8 mm
CF = 2,73x

1/1,7’’ ***

7,6x5,7 mm
CF = 4,74x

1/2,3’’ ***

6,16x4,62 mm
CF = 5,84x

16 mm

5,9 mm

3,4 mm

2,7 mm

20 mm

7,3 mm

4,2 mm

3,4 mm

24 mm

8,8 mm

5,06 mm

4,1 mm

28 mm

10,3 mm

5,9 mm

4,8 mm

35 mm

12,8 mm

7,4 mm

6 mm

50 mm

18,3 mm

10,5 mm

8,6 mm

85 mm

31,1 mm

17,9 mm

14,6 mm

100 mm

36,6 mm

21,1 mm

17,1 mm

135 mm

49,5 mm

28,5 mm

23,1 mm

200 mm

73,3 mm

42,2 mm

34,2 mm

300 mm

109,9 mm

63,3 mm

51,4 mm

400 mm

146,5 mm

84,4 mm

68,5 mm

500 mm

183,2 mm

105,5 mm

85,6 mm

800 mm

293 mm

168,8 mm

137 mm

 

 

 

 

 

 

 

 

* Der 1”-Sensor wird auch in der kompakten Systemkamera “Nikon 1” verwendet, ist also nicht nur in Kompaktkameras wie z.B. der Sony RX10 und RX100 zu finden.
** Die Bezeichnung 1”-Sensor, also 1 Inch-Sensor, ließe vermuten, dass die Diagonale des Sensors 1 Inch, also 25,4 mm beträgt. Tatsächlich sind es aber nur 15,8 mm. Der Terminus >1”-Sensor< bezieht sich vielmehr auf eine alte Norm von Röhren-TV-Kameras aus den 1950er-Jahren. Er bedeutet, dass der Sensor vom Typ her in eine 1 Inch-Röhre passen würde. Fläche, Diagonale oder andere Abmessungen des Sensors selbst sind mit dem 1”-Begriff nicht beschrieben. Die damals die Sensoren umschließenden Röhren hatten immer einen ca. 50% größeren Durchmesser als die nutzbare Sensor-Diagonale. Multipliziert man die 15,8mm Diagonale des 1-Inch Sensortyps mit 1,5, ergeben sich 23,7 mm und damit annhähernd 1 Inch. *** Auch die 1/1,7” und 1/2,3” Sensoren beziehen sich auf das Röhren-System von TV-Kameras, wie unter ** beschrieben.





 

 

 

 

 

 

 

 


 

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