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Digitalkamera Führerschein
Fotokurs für Anfänger in der digitalen Fotografie

Seite 2

Grundlagen der Belichtungssteuerung (1)


ISO-Wert, Blende und Verschlußzeit

Ob Spiegelreflexkamera oder Kompaktkamera - beiden gemeinsam ist, daß sie mit drei Variablen, die man als fundamentale Stellschrauben des Fotoapparates betrachten kann, die Belichtung des Bildes regeln müssen:

1. Die Emfpindlichkeit des digitalen Sensors, früher des Films - festgelegt durch den
ISO-Wert.

2. Die Größe der Öffnung des Objektivs, durch die das Licht in den Fotoapparat einfällt, kurz auch
Blende genannt.

3. Die Dauer des Lichteinfalls auf den Sensor, bezeichnet als
Belichtungszeit oder auch Verschlußzeit, da die Belichtungszeit durch einen Verschluß geregelt wird.

Um mit dem Licht, das von einem Fotomotiv ausgeht, also mit der Motivhelligkeit, ein richtig belichtetes Bild zu erzielen, müssen die drei Komponenten ISO-Wert, Blende und Verschlußzeit aufeinander abgestimmt sein.

Als fundamentale Einstellgröße betrachten wir hierbei den ISO-Wert. Er sagt etwas über die Lichtempfindlichkeit des Mediums aus, auf welches das Licht fällt. Früher war dies die Filmemulsion, heute ist es der digitale Sensor. Ein klassischer Basiswert in der Fotografie ist ISO 100. Er liefert an schönen Tagen genügend Lichtempfindlichkeit für die Freihand-Fotografie mit gängigen Standardzooms und sorgt gleichzeitg für farbenfrohe, scharfe und unverrauschte Fotos.
Betrachten wir jetzt den Sensor als ein Auffanggefäß für Licht, so wie ein Trinkglas ein Auffanggefäß für Wasser ist. Nehmen wir an, ein Trinkender braucht ein randvoll gefülltes 0,2l Trinkglas, um seinen Durst zu stillen. Ebenso braucht ein Sensor mit ISO 100 eine bestimmte Menge Licht, um “gefüllt” zu sein. Erst wenn dieses “ISO 100-Gefäß” komplett mit Licht gefüllt ist, wird das Motiv richtig belichtet. Erhält das Lichtgefäß zu wenig Licht, “verdurstet” das Motiv in Dunkelheit (Unterbelichtung), erhält es zuviel Licht, “ertrinkt” das Motiv in Helligkeit (Überbelichtung).

ISO richtige Belichtung Ueberbelichtung Unterbelichtung

Diese Aufnahmen wurden bei ISO 100 gemacht. Links wurde nur ein Viertel des notwendigen Lichts auf den Sensor gelassen, in der Mitte war es die für eine richtige Belichtung notwendige Menge Licht. Rechts wurde der Sensor mit viermal mehr Licht als benötigt überflutet.



Wie können wir nun die Lichtmenge so regulieren, dass der Sensor bei “ISO 100” mit genau soviel Licht gefüllt wird, daß es zu einer optimalen Belichtung kommt? Die Antwort ist: Blende und Belichtungszeit. In Analogie zum Wassergefäß entspricht hierbei die Blende des Objektivs der Öffnungsgröße des Wasserhahns und die Belichtungszeit der Fließdauer des Wassers. Das Objektiv ist in diesem Beispiel also ein “Lichthahn”, der über eine bestimmte Zeitdauer aufgedreht werden muß, um die richtige Gesamtmenge Licht bereitzustellen. Diese Dauer ist die Belichtungszeit. Eine große Öffnung des Lichthahns, also der Blendenöffnung des Objektivs, läßt mehr Licht durch als eine kleine Öffnung. Ein langes Aufdrehen des Lichthahns, also ein Freigeben des Sensors durch den Verschluß, läßt mehr Licht auf den Sensor gelangen als eine kurze Belichtungszeit.

Wir brauchen demnach für eine bestimmte ISO-Empfindlichkeit eine bestimmte Menge Licht, um eine richtige Belichtung des Sensors zu erzielen.

Der ISO-Wert gibt vor, wieviel Licht der Sensor benötigt. Die Blende regelt, ob mehr oder weniger Licht pro Zeiteinheit auf den Sensor trifft, die Verschlußzeit begrenzt die Dauer des Lichteinfalls auf den Sensor.

Wieviel Licht überhaupt vorhanden ist, hängt davon ab, wie stark das Umgebungslicht ist (Sonnenschein, Mondschein, Strassenbeleuchtung, Wohnzimmerbeleuchtung, Blitzlicht) und wie groß der Anteil dieses Lichtes ist, der von der Oberfläche des Motivs reflektiert wird und zur Kamera gelangt. Aber woher wissen wir, wie groß die Lichtmenge ist, die von einem Motiv oder Motivdetail ausgeht? Wir wissen es durch die Belichtungsmessung der Kamera. Sie kann das Gesamtlicht der Szenerie auswerten, selektiv einzelne wichtige Bildausschnitte ausmessen oder spot on auf ein einzelnes bildwichtiges Detail ausgerichtet sein. Wenn wir die Motivhelligkeit mit in den Wasservergleich einbeziehen, so kann man sie wohl mit dem Wasserdruck in einer Leitung vergleichen. Je höher der Druck, desto höher die Fließgeschwindigkeit des Wassers. Schneller fließendes Wasser soll in dieser Analogie einer größeren Motivhelligkeit ensprechen. Je höher die Motivhelligkeit, desto kleiner kann die Blendenöffnung sein und desto kürzer kann die Belichtungszeit sein, um die richtige Menge Licht auf den Sensor gelangen zu lassen.

Erfahren sie auf der nächsten Seite mehr über die
Steuerung von Blende und Verschlußzeit sowie die Regelung des ISO-Wertes bei Bedarf >>

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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